Bahnunfall

Datum: 7. Januar 2020 
Alarmzeit: 18:32 Uhr 
Alarmierungsart: Digitaler-Meldempfänger (DME) 
Dauer: 1 Stunde 43 Minuten 
Art: MTG-2  
Einsatzort: Oldenburger Str., Vechta 
Mannschaftsstärke: 30 
Fahrzeuge: ELW 1 , HLF 20 , RW-L , VRW , GW-T , WLF-Kran , MTF-2 , AB-Rüst , PKW-Stadtbrandmeister  
Weitere Kräfte: Bundespolizei, NEF, Notfallmanager DB, Notfallmanager NWB, Polizei, RTW 


Einsatzbericht:

Am Dienstag, 7. Januar 2020, 18:38 Uhr, kam es in Vechta, Oldenburger Straße, Bahnübergang der Bahnstrecke Bremen-Osnabrück, zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Nach ersten Ermittlungen wollte ein 81-jähriger Mann aus Vechta mit seinem Fahrrad den Bahnübergang, aus Richtung Vechta-Innenstadt kommend, überqueren. Als er sich dem Bahnübergang auf dem Radweg näherte, waren, nach Aussagen von Zeugen, die Halbschranken auf der Oldenburger Straße bereits geschlossen, der Radweg ist jedoch unbeschrankt. Auf dem Radweg, auf der anderen Seite der Bahngleise, wartete bereits eine Radfahrerin, die von ihrem Rad abgestiegen war, da sich die Nordwestbahn, aus Richtung Delmenhorst kommend, dem Bahnübergang näherte. Diese versuchte noch den 81-jährigen Vechtaer vor dem heranfahrenden Zug zu warnen. Der Vechtaer fuhr aber unvermittelt auf seinem Fahrrad weiter und wurde beim Passieren der Gleise von der kreuzenden Nordwestbahn erfasst und dabei tödlich verletzt. In der Nordwestbahn befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls rund 20 Fahrgäste. Der 44-jährige Zugführer leitete kurz vor der Kollision noch eine Gefahrenbremsung ein, konnte aber den Zusammenprall zwischen dem Rad und der Nordwestbahn nicht mehr verhindern. Er erlitt einen Schock und wurde nach dem Unfall ärztlich betreut. Auch die Fahrgäste in der Bahn waren zum Teil geschockt, wurden ärztlich betreut und anschließend von Feuerwehrkräften der Freiwilligen Feuerwehr Vechta aus dem Zug begleitet. Es wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet, der die Fahrgäste weiterbeförderte. Im Einsatz, neben Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr, war auch das Kriseninterventionsteam der Malteser, das sich um die Unfallbeteiligten, bzw. um die geschockten Fahrgäste kümmerte. Die Oldenburger Straße musste für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen für rund drei Stunden voll gesperrt werden, eine Umleitung wurde eingerichtet.

Text: Presseportal

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