Vollbrand eines Mehrparteienhauses
Datum: 13. August 2026 um 20:16 Uhr
Alarmierungsart: Alarm Fw Gesamt (Vollalarm), Digitaler-Meldempfänger (DME)
Dauer: 8 Stunden 29 Minuten
Einsatzart: FEU-4
Einsatzort: Klingenhagen, Vechta
Mannschaftsstärke: 55
Einheiten und Fahrzeuge:
- Drehleiter: DLK 23/12
- Führungsfahrzeuge: KdoW-1, ELW-1, PKW-Stadtbrandmeister
- Logistikfahrzeuge: GW-L2, GW-T
- Löschfahrzeuge: HLF 20, TLF 24/50, LF 8/6
- Mannschaftstransporter: MTF-1
- Sonderfahrzeuge: WLF
Einsatzbericht:
Neun Feuerwehren kämpfen über acht Stunden gegen Großbrand
Am Donnerstagabend alarmierte die Einsatzleitstelle die Feuerwehren Vechta, Langförden und Lutten zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand im Stadtgebiet. Bereits vor dem Ausrücken der Einsatzkräfte war aus größerer Entfernung eine deutliche Rauchsäule zu erkennen.
Nur zwei Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein. Vor Ort bestätigte sich die gemeldete Lage: Ein Mehrparteienhaus im dicht bebauten Stadtzentrum stand bereits im Vollbrand. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde das Einsatzstichwort unmittelbar auf FEUER-4 erhöht. Dadurch wurden Einsatzkräfte von fünf weiteren Feuerwehren sowie eine zweite Drehleiter und der IuK-Zug des Landkreises Vechta nachalarmiert. Aufgrund der Größe des betroffenen Gebäudes wurde zudem die Örtliche Einsatzleitung des Rettungsdienstes alarmiert.
Im ersten Angriff begannen die Feuerwehren Vechta und Lutten mit einem massiven Löschangriff. Dieser erfolgte sowohl über die Drehleiter von außen als auch durch mehrere Trupps im Innenangriff. Da schnell eine ausreichende Wasserversorgung sichergestellt werden konnte, war ein umfangreicher Löschangriff möglich.
Die Feuerwehr Langförden ging auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Stellung und nahm von dort ebenfalls die Brandbekämpfung auf. Dabei wurde sie zunächst durch die Drehleiter der Feuerwehr Lohne unterstützt.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden die eingesetzten Kräfte regelmäßig durch nachrückende Einsatzkräfte abgelöst. Die Feuerwehren Visbek, Rechterfeld, Steinfeld, Dinklage und Holdorf unterstützten den Einsatz unter anderem mit mehreren Atemschutztrupps. Die Drehleiter der Feuerwehr Lohne wurde im weiteren Verlauf ebenfalls auf der Hauptseite des Gebäudes eingesetzt.
Die Drohnengruppe des Landkreises Vechta unterstützte die Einsatzleitung während des gesamten Einsatzes mit Wärmebildaufnahmen aus der Luft. Auch die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Vechta war mit mehreren Einsatzkräften und Fahrzeugen vor Ort und unterstützte die Einsatzmaßnahmen.
Die Besatzung des Gerätewagen-Logistik der Feuerwehr Vechta baute eine Hygienestelle auf. Diese diente insbesondere dazu, die eingesetzten Atemschutzgeräteträger nach ihrem Einsatz zu dekontaminieren und eine hygienische Versorgung der Einsatzkräfte sicherzustellen.
Trotz des schnellen und umfangreichen Löschangriffs entstand an dem Gebäude ein erheblicher Schaden. Der Dachstuhl sowie die darunterliegende Wohnung brannten vollständig aus.
Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte das DRK. Neben der Örtlichen Einsatzleitung des Rettungsdienstes waren außerdem ein Rettungswagen sowie ein SEG-Rettungswagen der Malteser aus Lohne im Einsatz. Auch das THW war mit Fachberatern vor Ort um die Statik des Gebäudes zu prüfen.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bei den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die unsere Einsatzkräfte zu Beginn des langen Einsatzes mit Getränken versorgten oder ihre sanitären Einrichtungen zur Verfügung stellten. Diese Unterstützung wurde von unseren Einsatzkräften sehr geschätzt.
Für die Dauer des Einsatzes musste der Innenstadtbereich im Bereich Große Straße/Klingenhagen vollständig gesperrt werden. Die Nachlösch- und Nachbereitungsarbeiten werden noch bis in den Nachmittag andauern.


















