Aktuelles 2020

Workshop PKW Rettung

Zur Tagesfortbildung „PKW Rettung“ trafen sich bereits vor einigen Wochen neun Kamerad*innen am Feuerwehrgerätehaus.
Unter der Anleitung zwei erfahrener Trainer*innen der SAFETY TOUR.
Thema war das Vorgehen bei verunfalltem Pkw mit eingeklemmter Person.
Gerade die Anforderungen an diese komplexen und intensiven Einsätze erfordern ein regelmäßiges Fortbilden und Üben.

Unter dem Stichwort „VU Klemm“ schlossen sich zwei Schulungseinheiten an zum aktuellen feuerwehr- und rettungstechnischen Stand der technischen Hilfeleistung in Theorie und Praxis.
Durch den Tag führten Frank Gerhards, Feuerwehr Mönchengladbach, und Silke Pilz, Feuerwehr Herdecke.
Die beiden Fachleute bilden bundesweit in diversen Workshops im Rahmen der SAFETY TOUR Feuerwehrfrauen und –männer aus – ehrenamtlich!Nach kurzer Vorstellungsrunde und Formulierung unserer Erwartungen startete der theoretischer Teil.
Zuerst wurde jedem Teilnehmer eine Frage zum Themenkomplex „Standard-Einsatz-Regeln“ (SER) gestellt, diese wurden nach kurzer Bearbeitungszeit im Team besprochen und abgeglichen.
Gerade das Thema „Lage“ bzw. Aufgaben der Einsatzleitung sind für eine schnelle und patientenorientierte Rettung von immenser Bedeutung.
Augenmerk richtete sich auch auf die persönliche Schutzausrüstung ergänzt um Augen-, Ohren- und Mundschutz, Wärmebildkamera, persönliche Betreuung der verunfallten Person, Sichern und Lageerkundung sowie klare Kommunikation durch den Einsatzleiter inklusive Delegation von Aufgaben.
Natürlich durfte das Einbinden des Teams im Rettungsprozess nicht vergessen werden.
Gerade im Team schlummern viele wertvolle Ressourcen.
5W Fragen in Gruppenarbeit wurden im weiteren Verlauf die Themen Sichern, Stabilisieren und Unterbauen erarbeitet und besprochen um diese anschließend im praktischen Teil zu vertiefen.
Bevor es zum praktischen Teil ging, wurde eine Teamübung in der Fahrzughalle durchgeführt.
Hier stand „Kommunikation“ im Fokus.Praktischer Teil am Fahrzeug- Aufbau der Gerätschaften – Ordnung des Raumes- Erkunden der Lage, Einteilung der Ressourcen- Sichern des Fahrzeuges- Patientenbetreuung- Arbeiten mit Schere/Spreizer sowie Glasmanagement, Schritt für Schritt – Erklärungen, Vorgehensweise, Tipps und Tricks der Trainer.
Beim 2. Fahrzeug ging es darum, das Gelernte routinierter umzusetzen.
Der Einsatzbefehl lautete „Schnelle Rettung“, Patient kritisch.
Hier zeigte sich, dass das vorher Geübte in Verbindung mit klarer Kommunikation und die Einbindung aller Beteiligten in Form von Rückfragen von großem Vorteil waren.
Gerade der permanente Abgleich der Situation und vorausschauendes Denken sind und waren unerlässlich.
So konnte innerhalb von 8 Minuten die Befreiung mit großer Türöffnung durchgeführt werden und der Dummy konnte dem Rettungsdienst übergeben werden.Anschließend erfolgte die Abschlussbesprechnung mit Feedbackrunde.
Wir hätten gerne an neueren Fahrzeugtypen geübt, da uns die heutigen Fahrzeuggenerationen vor große technische Herausforderungen stellen.
Genannt seien hier zum Beispiel alternative Antriebe, nicht ausgelöste Airbags, verstärkte Bauteile an Türen.
Leider wollte an diesem Tag kein Kamerad sein Auto für eine dritte Übung zur Verfügung stellen.
Gegen 16 Uhr war die Fortbildung beendet und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit in die Fahrzeughalle gestellt. Erschöpfte, aber zufriedene und hochmotivierte Kameraden bedankten sich herzlich bei den Trainern für den mehr als interessanten Tag.

( sst )

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